Der Mensch- Wie wir arbeiten

sr.pngDamit man die Wirtschaft versteht muss man ganz an den Anfang des Themas gehen. Welcher ist der wichtigste Faktor der Wirtschaft? Ganz klar der Mensch, denn ohne den Menschen gibt es keine Wirtschaft. Somit befassen wir uns nun grundlegend um den Mensch in Verbindung mit der Wirtschaft.

Der Chef / Der Mitarbeiter / Der Selbständige / Der Verbraucher / Der arme Mensch / Der reiche Mensch

Arbeit ist einer der wichtigsten Faktoren, der unser Leben bestimmt. Der rechtliche Status bestimmt, wie wir arbeiten. Sechs Mitarbeiter-Typen mit unterschiedlichem rechtlichen Status bilden das Gros der Beschäftigten in Deutschland.

Mitarbeiter in Deutschland (2014 in Mio.)

  1. Auszubildende: Frauen 0,7 / Männer 0,8
  2. Angestellte: Frauen 13,3 / Männer 10,8
  3. Arbeiter: Frauen 2,6 / Männer 5,7
  4. Beamte: Frauen 0,9 / Männer 1,1
  5. Freiberufler: Frauen 1,4 / Männer 2,8
  6. Freie Mitarbeiter: Zur Anzahl von Mitarbeitern und (Klein-)Unternehmern, die nicht den freien Berufen angehören, gibt es nur grobe Schätzungen

Auszubildende

Lernt 2 bis 3,5 Jahre bis zur Prüfung zum Gesellen (Handwerk) oder Facharbeiter (Industrie). Die Ausbildung erfolgt dual. Praxis im Betrieb, Theorie in der Berufsschule. Auszubildende erhalten eine Vergütung, die je nach Bundesland und Lehrjahr variiert.

Angestellte

Angestellte sind weisungsgebundene Arbeitnehmer. er erhält monatliches Gehalt nach Tarifvertrag oder individuell verhandelt (Aussertariflich). Angestellte können unter bestimmten Bedingungen Kündigen. Außerdem ist es möglich Angestellten, Arbeitgeberbefugnisse zu übertragen.

Arbeiter

Arbeiter verrichten vorwiegend physische Arbeit. Man unterscheidet Facharbeiter, Angelernten und Ungelernten Arbeiter. Diese bekommen Lohn, der als Stunden-, Stück- oder Akkordlohn berechnet wird. Rechtliche Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten weichen auf.

Beamte

Der Beamte steht gegenüber seinem Dienstherrn in einem Besonderen Dienst- und Treueverhältnis. Das Besondere an Beamten ist, dass ihr Beamtenverhältnis durch eine Ernennung begründet wird und nicht durch einen Arbeitsvertrag. Der Beamte kann Kündigen. Ist die Kündigung gegen den Beamten seinen Willen, kann er nach einem Disziplinarverfahren entlassen werden. Zudem haben Beamte diverse Privilegien bei Krankenversicherung und Altersversorgung.

Freiberufler

Der Freiberufler ist Angehöriger bestimmter Berufe: z.B. Ärtze, Juristen, Steuerberater, Journalisten, Wissenschaftler, Hebammen, Altenpfleger, der über besondere Fachkenntnisse verfügt. Zudem unterliegt der Freiberufler NICHT der Gewerbeordnung. Der Freiberufler kann sowohl Weisungsgebunden beschäftigt (z.B Angestellter Anwalt) als auch Unternehmer (z.B. mit Mitarbeitern) sein.

Freie Mitarbeiter

Freie Mitarbeiter sind Unternehmer oder Selbständige, die z.B. aufgrund eines Dienst- oder Werkvertrags für ein Unternehmen persönlich Aufträge ausführen. Diese sind unabhängig, in der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und sind  weder zeitlich, örtlich noch fachlich, auf Weisungen des Auftraggebers direkt unterworfen. Freie Mitarbeiter bekommen ihr Geld in Form eines Honorars.

Weitere Möglichkeiten:

Mini-/Midijobber…

sind geringfügig beschäftigt und verdienen bis zu 450 Euro bzw. ab 450,01-850 Euro pro Monat. Minijobs sind abgabenfrei, Midijobber zahlen in die Sozialversicherung ein, der Arbeitgeberanteil beträgt pauschal 19,325 Prozent.

Praktikanten…

sammeln Erfahrungen zur beruflichen Orientierung oder Ausbildung. Praktikanten haben grundsätzlich Anspruch auf Mindestlohn. Ausgenommen davon sind Pflichtpraktika für Ausbildungen oder Studiengänge.

Werkstudenten…

arbeiten neben dem Studium maximal 20 Stunden pro Woche. Die Tätigkeit muss fachliche Nähe zum Studium haben und Praxiskenntnisse fördern (kein normaler Studienjob). Werkstudenten unterliegen der Rentenversicherungspflicht.

Atypische Beschäftigung…

ist ein politischer Sammelbegriff für Teilzeit-/Minijob Leiharbeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse. Einige finden durch sie leichter Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Kehrseite: Atypischsche Beschäftigte haben eine geringe soziale Absicherung. Die langfristigen Folgen für die Sozialversicherungssysteme sind scher abschätzbar.

Quelle: Wirtschaft verstehen: Eine Einfürhung in 111 Grafiken von Jan Schowchow und Thomas Ramge

Morgen geht es mit dem Thema „Werdegänge und der Lohn des Lebens“ weiter.

Viel Erfolg wünscht euch euer BYOH-Team! 😀

 

 


 

 

 

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